Check-Ins sind strukturierte Selbstbefragungen, die in Forschung und Klinik verwendet werden. InnerPulse stellt sieben davon bereit. Sie ersetzen keine Diagnose, aber sie geben dir Vergleichswerte – über die Zeit und mit dem, was deine Therapeutin oder dein Arzt sehen würde.
Die sieben Instrumente
- PHQ-9 – misst Depressions-Symptome über die letzten zwei Wochen.
- GAD-7 – misst Ängstlichkeit über die letzten zwei Wochen.
- WHO-5 – misst positives Wohlbefinden, nicht Krankheit.
- DASS-21 – drei Subskalen für Depression, Angst und Stress.
- PSS-10 – misst das Stresserleben des letzten Monats.
- K10 – misst allgemeine psychische Belastung.
- PHQ-4 – ein Vier-Fragen-Screening für den wöchentlichen Kurz-Check.
Einen Fragebogen durchführen
Öffne den Tab Check-In und tippe auf einen Test. Jede Frage erscheint auf einer eigenen Seite. Oben läuft ein Fortschrittsbalken mit. Wähle die Antwort, die auf dich am besten zutrifft. Die App berechnet den Score in Echtzeit.
Am Ende siehst du:
- den Gesamtscore,
- eine Einordnung in Schweregrade (z. B. „minimal", „leicht", „mittel"),
- den Vergleich zum letzten Durchlauf desselben Tests,
- bei Bedarf einen farbigen Hinweis-Banner.
Score und Schweregrad verstehen
Jeder Test hat eigene Bereiche. Beispiel PHQ-9: 0–4 minimal, 5–9 leicht, 10–14 mittel, 15–19 mittelschwer, 20–27 schwer. Die App zeigt dir die Einordnung direkt. Merke: ein einzelner Wert sagt wenig – erst der Verlauf zeigt ein Bild.
Manueller Eintrag
Du hast einen Score von deiner Ärztin oder aus einem früheren Test? Tippe im Check-In auf das Plus-Symbol und gib den Score manuell ein. Der Farbschieber zeigt dir direkt den Schweregrad. Manuelle Einträge zählen im Verlauf genauso wie ausgefüllte Fragebögen.
Hinweis-Banner
InnerPulse blendet farbige Banner ein, wenn ein Score auffällig ist:
- Blau (Hinweis) – moderat erhöhter Wert, beobachte den Trend.
- Orange (Dringend) – wiederholt hohe Werte, ein Gespräch mit einer Fachperson ist sinnvoll.
- Rot (Akut) – du hast Suizidgedanken angegeben. Die App öffnet ein Modal mit Hotline-Nummern.
Mehr dazu im Kapitel Hilfe in Krisen.
Was gut zu wissen ist
- Die Fragebögen sind nicht diagnostisch. Sie screenen, sie diagnostizieren nicht.
- Du kannst jeden Test beliebig oft wiederholen. Der Verlauf wird gespeichert.
- Eingaben sind auch bei abgebrochenen Tests nicht gespeichert – nur vollständige Durchgänge landen im Archiv.