
Das Tagebuch ist das Herzstück von InnerPulse. Ein Eintrag pro Tag reicht. Der Ablauf ist bewusst knapp: zehn Sekunden an schlechten Tagen, länger, wenn du reflektieren willst.
Eintrag anlegen
Tippe im Tab Tagebuch auf das Plus-Symbol. Der Editor besteht aus vier Abschnitten.
1. Stimmung wählen
Ziehe den Farbschieber von Rot über Orange und Gelb nach Grün. Der Schieber rastet in ganzen Stufen von 1 bis 10. Ein kleines Emoji neben dem Wert hilft bei der Einordnung. Die Animation ist mit leichtem Spring-Effekt und dezentem Haptic Feedback unterlegt, damit das Setzen körperlich wahrnehmbar ist.
2. Einflussfaktoren setzen
Tippe auf Faktoren, die den Tag geprägt haben. InnerPulse schlägt aktiv Faktoren vor, die zu deinem Wochentag, deiner Uhrzeit und deinen letzten Einträgen passen. Diese Vorschläge sind keine Zufallsauswahl, sondern entstehen aus sechs Dimensionen wie Häufigkeit, Recency und Co-Occurrence mit anderen Faktoren. Wie das genau funktioniert, steht im Kapitel Einflussfaktoren.
Du kannst Wie gestern antippen, um alle Faktoren des letzten Eintrags zu übernehmen. Praktisch an Tagen, an denen sich wenig geändert hat.
3. Notiz schreiben
Unter dem Notizfeld siehst du bis zu drei Schreibimpulse. Sie sind kurze Fragen, die zur gewählten Stimmung passen, etwa "Was hat dich heute runtergedrückt?" bei niedrigem Wert oder "Was war heute leicht?" bei hohem Wert. Du musst keine davon beantworten. Sie sind ein Angebot, kein Zwang. Jeder Impuls wird nach Verwendung für sieben Tage zurückgehalten, damit dir die App nicht ständig dieselbe Frage stellt.
Diktieren statt tippen: Im Notizfeld findest du einen Mikrofon-Button. Tippe ihn an, um zu diktieren. Die Spracherkennung läuft komplett on-device über die Apple Speech Recognition. Nichts davon wird an einen Server geschickt. Der Live-Transkript erscheint, während du sprichst. Beim Stoppen wählst du, ob der Text deine Notiz ersetzt oder angehängt wird. Beim ersten Mal fragt iOS nach Mikrofon- und Spracherkennungs-Berechtigung.
4. Datum prüfen
Die App setzt das aktuelle Datum. Du kannst es ändern, wenn du einen vergangenen Tag nachträgst.
Tippe auf Speichern. Ein kurzer Haken bestätigt den Eintrag.

Was beim Speichern passiert
Hinter dem Speichern-Tap arbeitet die App still im Hintergrund:
- Faktor-Statistiken werden aktualisiert (Häufigkeit, Wochentag-Affinität, Co-Occurrence mit anderen Faktoren).
- Die Erinnerungs-Logik prüft, ob für den heutigen Tag noch eine ausstehende Notification existiert, und sagt sie ab.
- Wenn du Apple Health verbunden hast, wird der Mood-Wert als State of Mind in deine Health-App geschrieben. Wie das genau läuft, steht im Kapitel Apple Health & Wetter.
Der Trend-Chart

Oben in der Tagebuch-Liste siehst du einen Chart der letzten 30 Einträge. Du kannst den weißen Cursor über den Chart ziehen, um einzelne Tage zu inspizieren. In den Einstellungen wählst du zwischen vier Stilen: Linie, Punkte, Fläche oder Balken.
Darunter folgt die chronologische Liste der Einträge. Jede Karte zeigt Mood-Score-Ring, Datum, Uhrzeit, ein Notiz-Symbol falls eine Notiz vorhanden ist und die wichtigsten Faktoren als überlappende Icons. Faktor-Icons stapeln sich bis drei, alles darüber wird als "+2" angedeutet.
Eintrag bearbeiten oder löschen
Wische den Eintrag in der Liste nach links, um ihn zu löschen. Tippe ihn an, um ihn zu bearbeiten. Hast du versehentlich gelöscht, schüttle das iPhone innerhalb von 30 Sekunden. Der Eintrag kommt mit allen Faktoren und der Notiz zurück.
Mehrere Einträge am gleichen Tag
Du kannst so viele Einträge pro Tag machen, wie du willst. Jeder Eintrag wird mit Datum und Uhrzeit gespeichert und über die Uhrzeit voneinander unterschieden. So kannst du Morgens, Mittags und Abends festhalten, wie du dich fühlst, falls dir das Sinn ergibt.
Das einzige, worauf du achten solltest: Wenn du an einem Tag mehrere Einträge mit sehr unterschiedlichen Stimmungswerten machst, kann der Chart an dieser Stelle sprunghaft aussehen. Für eine ruhigere Trendkurve reicht oft ein Eintrag pro Tag.
Was gut zu wissen ist
- Vergangene Tage kannst du jederzeit nachtragen. Setze beim Datum einen früheren Tag, dann erscheint der Eintrag an der korrekten Stelle im Chart.
- Mehrfach-Einträge pro Tag sind erlaubt und werden über die Uhrzeit unterschieden.
- Die Faktoren-Vorschläge werden mit jedem Eintrag besser. Nach mehreren Einträgen erkennt die App erste Wochentags-Muster.
- Voice-Diktat funktioniert auch offline. Apple Speech läuft seit iOS 13 lokal auf neuen Geräten.