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Angst-Tagebuch App: GAD-7 und Trigger tracken

Angst messbar machen statt nur aushalten: der GAD-7 zur Selbsteinschaetzung ueber Zeit, Trigger und Faktoren wie Koffein, Schlaf und soziale Situationen korreliert mit deiner Stimmung, und ein privater Ort, an dem deine Daten dein Geraet nie verlassen.

Angst hat ein Gedaechtnisproblem. In einem ruhigen Moment fuehlt sich die letzte Woche halb so schlimm an, im akuten Moment fuehlt sie sich an, als waere es immer so gewesen. Beide Versionen taeuschen. Ein Angst-Tagebuch ersetzt das Gefuehl durch Daten: wie oft, wie stark, in welchen Situationen, mit welchem Trend.

InnerPulse ist als Therapie-Companion gebaut, nicht als Beruhigungs-App mit Atemuebungen. Es liefert dir den GAD-7 zur strukturierten Selbsteinschaetzung ueber Zeit, ein Faktor-System, das deine Trigger sichtbar macht, und eine Korrelations-Engine, die Zusammenhaenge findet, die du selbst nicht siehst. Diese Seite zeigt, wie du das konkret nutzt.

Eine klare Abgrenzung vorweg: Der GAD-7 in InnerPulse ist ein Werkzeug zur Beobachtung und Selbsteinschaetzung, ausdruecklich keine Diagnose. Eine Angststoerung diagnostiziert eine qualifizierte Fachperson. Was die App liefert, ist die Evidenz, mit der dieses Gespraech besser laeuft.

Der GAD-7: ein Standardmass fuer Angst, ueber Zeit gelesen

Der GAD-7 (Generalized Anxiety Disorder 7-item) ist ein etablierter, kurzer Selbsteinschaetzungs-Fragebogen mit sieben Fragen. Du beantwortest, wie oft dich in den letzten zwei Wochen Dinge wie Nervositaet, unkontrollierbares Sorgen oder Anspannung beschaeftigt haben. Daraus ergibt sich ein Punktwert.

Der eigentliche Wert entsteht nicht aus einem einzelnen Ergebnis, sondern aus der Wiederholung. Ein GAD-7 von 14 sagt fuer sich wenig. Ein Verlauf von 14 auf 11 auf 8 ueber sechs Wochen sagt sehr viel: Es geht aufwaerts, und zwar messbar. Genau diesen Verlauf macht InnerPulse sichtbar.

InnerPulse enthaelt neben dem GAD-7 weitere Selbsttests: den PHQ-9 (Depression, die oft mit Angst einhergeht), den PHQ-4 als 4-Fragen-Schnellcheck und den K10 fuer die allgemeine psychische Belastung. Du kannst den GAD-7 zum Beispiel woechentlich an einem festen Tag machen und so eine saubere Trendlinie aufbauen, statt dich auf das Gefuehl von gerade eben zu verlassen.

Trigger sichtbar machen: die Faktor-Korrelation

Angst fuehlt sich oft an, als kaeme sie aus dem Nichts. Meist tut sie das nicht. Sie haengt an Ausloesern, die im Moment unsichtbar sind, weil das Gehirn mit dem Symptom beschaeftigt ist, nicht mit der Ursache.

InnerPulse hat ueber 100+ vordefinierte Faktoren in zehn Kategorien, voll bearbeitbar, plus eigene Kategorien. Die On-Device-Korrelations-Engine gleicht sie mit deiner Stimmung ab und gibt die Zusammenhaenge als Klartext-Saetze aus, fuer denselben Tag und fuer den Folgetag (Lag-Analyse). Vier Faktorgruppen sind bei Angst besonders aufschlussreich:

Koffein

Koffein und Angst sind ein klassisches Paar: Es verstaerkt Herzklopfen und Unruhe, die das Gehirn als Gefahr fehldeutet. Wenn du Kaffee, Energydrinks oder spaeten Tee loggst, kann ein Insight auftauchen wie "An Tagen mit viel Koffein ist dein Ruhe-Wert niedriger." Das ist dein persoenlicher Beleg, nicht eine allgemeine Warnung.

Schlaf

Schlecht geschlafen heisst oft duennhaeutiger am naechsten Tag. Die Lag-Analyse erfasst genau diesen Folgetag-Effekt: "Nach Tagen mit wenig Schlaf ist deine Ruhe am naechsten Tag niedriger." Im Kopf verbindest du den unruhigen Donnerstag selten mit der kurzen Nacht von Mittwoch. Die Daten tun es.

Soziale Situationen

Lade Faktoren wie "grosse Gruppe", "Konflikt", "Praesentation" oder "Telefonat" an, oder lege eigene an. Ueber Wochen siehst du, ob soziale Anlaesse systematisch mit hoeherer Anspannung zusammenfallen, und welche genau. Das hilft, Vermeidung von echtem Trigger zu unterscheiden.

Arbeit

Arbeitsstress ist ein haeufiger Angsttreiber. Mit Faktoren wie "Deadline", "Ueberstunden" oder "Meeting-Tag" siehst du, ob deine Werte an Hochlast-Tagen kippen und ob der Effekt sofort kommt oder erst am Tag danach.

Mit dem optionalen Intensitaets-Regler (1 bis 5 pro Faktor) kannst du nicht nur erfassen, dass etwas war, sondern wie stark. Das macht die Korrelationen schaerfer.

Fuenf Dimensionen statt eines Smileys

Angst ist nicht einfach "schlechte Stimmung". Sie trifft spezifische Bereiche: die innere Ruhe, den Schlaf, manchmal die Energie. InnerPulse trennt den Mood-Score (1 bis 10) von fuenf Subdimensionen: Energie, Ruhe, Fokus, Schlafqualitaet und soziale Energie.

Die Ruhe-Dimension ist fuer Angst die zentrale Achse. Du kannst zeigen: "Stimmung war eigentlich okay, aber Ruhe lag eine Woche bei 3." Das ist genau die Differenzierung, die im Gespraech mit einer Therapeutin weiterhilft, weil sie das Angstsymptom isoliert, statt es in einer einzigen Gut-Schlecht-Achse verschwinden zu lassen.

Die Wartezeit auf Therapie ueberbruecken

In Deutschland liegt die durchschnittliche Wartezeit auf einen Therapieplatz bei rund 142 Tagen. Bei Angst sind das Monate, in denen das Symptom unbeobachtet weiterlaeuft, und in denen sich leicht das Gefuehl einstellt, nichts tun zu koennen.

InnerPulse gibt dieser Wartezeit Struktur. Statt zu warten und zu hoffen, baust du Evidenz auf: GAD-7-Verlauf, Trigger-Muster, Stimmungsdaten. Wenn der Platz dann da ist, kommst du nicht mit "mir geht es seit einer Weile nicht gut", sondern mit Daten, die die ersten Sitzungen abkuerzen. Das Tracking selbst ist keine Behandlung, aber es macht die Wartezeit weniger passiv und die erste Sitzung produktiver. Mehr dazu auf der Seite Wartezeit auf Therapie ueberbruecken.

CSV und PDF: die Uebergabe an die Therapie

Wenn die Therapie beginnt, ist deine Dokumentation Gold wert. InnerPulse exportiert als CSV (auch pro Einzelfrage), JSON und als PDF-Report: GAD-7-Verlauf, PHQ-9-Verlauf, Stimmungs-Timeline und die Faktor-Zusammenhaenge.

Statt im Erstgespraech aus dem Gedaechtnis zu rekonstruieren, legst du einen Report vor. Das spart Zeit und ist genauer, weil Angst die Erinnerung verzerrt. Wie du die Daten konkret in die Therapie einbringst, steht auf der Seite InnerPulse in der Therapie.

Krisen-Kontakte bei akuter Belastung

Angst kann eskalieren. InnerPulse hat ein dreistufiges Flag-System, das die Antworten in den Selbsttests einordnet. Bei akuter Belastung blendet die App Krisen-Kontakte fuer die DACH-Region ein: AT 142, CH 143, und DE 0800-Nummern.

Das ist bewusst keine Diagnose und kein Alarm, der Druck macht. Es ist ein ruhiger Hinweis auf echte Hilfe in dem Moment, in dem Tracking nicht das Wichtigste ist. Eine App soll in der Krise nicht zwischen dir und einem Menschen stehen, sondern den Weg dorthin verkuerzen.

Datenschutz als Vertrauensgrundlage

Bei Angst ist die Hemmschwelle, ehrlich zu loggen, schon hoch genug. Wenn dann noch die Frage dazukommt, wo diese Daten landen, schreibt man die unangenehmen Dinge gar nicht erst auf.

InnerPulse arbeitet komplett auf dem Geraet: kein Konto, keine Cloud, keine Analytics- oder Tracking-SDKs. Mit einem HTTP-Proxy kannst du in Minuten selbst pruefen, dass nichts hinausgeht. Optional sperrt sich die App per Face ID oder Touch ID. Made in Europe, DSGVO-nativ. Die ehrliche Kehrseite: Es gibt keine eigene Cloud, also ist nach Geraeteverlust ohne iCloud-Backup oder Export alles weg. Dafuer ist garantiert, dass deine Angst-Aufzeichnungen nirgendwo sonst existieren. Mehr dazu auf der Seite Datenschutz bei InnerPulse.

Dieses Vertrauen ist kein Nebeneffekt. Es ist die Voraussetzung dafuer, dass du ehrlich genug trackst, damit die Daten ueberhaupt etwas wert sind.

Ein empfohlenes Tracking-Muster

  • Taeglich, unter zehn Sekunden: Mood-Score plus die Ruhe-Dimension. Tippe die Faktoren an, die hervorstechen, vor allem Koffein, Schlaf, soziale Anlaesse und Arbeit.
  • Woechentlich: GAD-7 an einem festen Tag, zum Beispiel jeden Sonntag. So entsteht eine saubere Trendlinie.
  • Nach drei bis vier Wochen: in die Insights schauen. Die Trigger-Muster werden lesbar.
  • Vor einem Termin: PDF oder CSV exportieren und mitnehmen.

Verpasste Tage sind kein Drama: InnerPulse hat bewusst keine Streaks, und du kannst Tage nachtragen. Ein Werkzeug fuer schwere Phasen darf kein zusaetzlicher Druck sein.

Verwandte Seiten

Wenn du gerade auf einen Platz wartest: Wartezeit auf Therapie ueberbruecken.

Wenn die Therapie schon laeuft oder bald startet: InnerPulse in der Therapie.

Wenn dich der Vergleich mit einer klinisch positionierten Alternative interessiert: InnerPulse vs MindDoc.

Wie InnerPulse mit deinen Daten umgeht, im Detail: Datenschutz.

Wenn du bereit bist: InnerPulse kostet einmalig 4,99 € im App Store. Kein Abo, kein Konto, keine Cloud. Angst wird leichter handhabbar, wenn du sie messen kannst, statt sie nur auszuhalten.

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