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InnerPulse vs How We Feel: Emotionswortschatz oder klinische Tiefe?

How We Feel ist eine kostenlose, gemeinnützige App, die dir hilft, Emotionen genauer zu benennen. InnerPulse ist ein Therapie-Companion mit klinischen Screenings, Korrelations-Engine und Therapie-Export. Beide sind gut, aber für unterschiedliche Aufgaben gebaut.

How We Feel ist eine der seriösesten kostenlosen Mental-Health-Apps, die es gibt. Gemeinnützig, ohne Werbung, ohne Abo, mit Wissenschaftler:innen und Therapeut:innen entwickelt. Im Zentrum steht das Emotions-Rad: Statt nur "gut" oder "schlecht" lernst du, zwischen "ängstlich", "überfordert", "einsam" und "ruhig" zu unterscheiden. Das nennt sich emotionale Granularität, und die Forschung dahinter ist real und wertvoll.

InnerPulse löst eine andere Aufgabe. Es ist ein Therapie-Companion für Menschen, die in Therapie sind, auf einen Platz warten oder eine Medikamenten-Einstellung durchlaufen. Statt deinen Wortschatz für Gefühle zu erweitern, sammelt InnerPulse über Wochen strukturierte Evidenz: einen 1-10 Score plus fünf Subdimensionen, klinische Selbsttests und eine Korrelations-Engine, die Muster sichtbar macht, die du allein nicht siehst.

Diese Seite vergleicht beide ehrlich. Es ist kein Preisvergleich, denn How We Feel ist kostenlos. Es ist ein Vergleich zwischen "Emotionen besser benennen" und "Symptome über Zeit messen".

Feature InnerPulse How We Feel
Positionierung Therapie-Companion Emotions-Granularität, Wohlbefinden
Trägerschaft Indie-Entwickler, einmaliger Kauf Gemeinnützig, mit Expert:innen gebaut
Preis Einmalig 4,99 €, kein Abo Kostenlos, keine Werbung
Kern-Mechanik Mood-Score + Faktoren + Screenings Emotions-Rad, Gefühle benennen
Stimmungsskala 1-10 + 5 Subdimensionen Emotions-Begriffe (Valenz/Energie)
Klinische Screenings PHQ-9, GAD-7, PHQ-4, K10 Keine validierten Tests
Korrelations-Engine Ja, gleicher Tag + Folgetag (Lag) Nein
Therapie-Export CSV pro Frage, JSON, PDF-Report Eingeschränkt
Datenhaltung 100% on-device, kein Konto Account-basiert, Cloud
Plattform iPhone + Apple Watch + Widgets iOS + Android
Empfohlen für Symptom-Tracking, Therapie-Vorbereitung Emotionswortschatz aufbauen, Achtsamkeit

Was How We Feel richtig gut macht

How We Feel geht ein echtes Problem an: Die meisten Menschen haben einen sehr kleinen Wortschatz für ihre Gefühle. "Mir geht es gut" oder "mir geht es schlecht" deckt ein riesiges Spektrum ab, und genau diese Unschärfe macht es schwer, mit Emotionen umzugehen. How We Feel löst das über das Emotions-Rad: Du wählst zuerst Energie und Valenz, dann verfeinerst du zu einem präzisen Begriff. Mit der Zeit lernst du, "gereizt" von "erschöpft" und "nervös" von "aufgeregt" zu trennen.

Das ist keine Spielerei. Emotionale Granularität ist ein gut untersuchtes Konzept aus der Affektforschung, und die Fähigkeit, Gefühle fein zu benennen, hängt mit besserer Emotionsregulation zusammen. How We Feel ist von einer gemeinnützigen Organisation, mit Beteiligung von Wissenschaftler:innen und Kliniker:innen gebaut, kostenlos und ohne Werbung. Das ist ein seltenes und faires Angebot, und wir empfehlen es ohne Vorbehalt für genau diesen Zweck.

InnerPulse Journal-Ansicht mit Mood-Score, Subdimensionen und Faktor-Auswahl

Was InnerPulse anders löst

InnerPulse fragt nicht in erster Linie "Welches Wort beschreibt dieses Gefühl?", sondern "Was hängt mit deiner Stimmung zusammen, und wie verändert sie sich über Wochen?". Statt eines Emotions-Begriffs bekommst du einen 1-10 Mood-Score und fünf Subdimensionen: Energie, Ruhe, Fokus, Schlafqualität und soziale Energie. Diese Zahlen sind über Zeit vergleichbar und lassen sich auswerten.

Darauf setzt die Korrelations-Engine auf. Sie schaut auf 100+ vordefinierte Faktoren (Schlaf, Sport, Koffein, soziale Kontakte, Arbeitsstunden, Medikamente, Wetter und mehr) und zeigt dir Zusammenhänge in Klartext-Sätzen, etwa "An Tagen mit Sport hast Du 40% öfter gesund gegessen" oder "Nach Tagen mit wenig Schlaf ist Deine Stimmung am nächsten Tag niedriger". Sie rechnet nicht nur den gleichen Tag, sondern auch den Folgetag (Lag-Analyse). Das ist eine ganz andere Art von Einsicht als ein verfeinertes Gefühlsetikett.

How We Feel hilft dir, den Moment besser zu verstehen. InnerPulse hilft dir, das Muster über Wochen zu verstehen. Mehr dazu auf der Produktseite von InnerPulse.

Klinische Tiefe: der zentrale Unterschied

Hier trennen sich die beiden am deutlichsten. How We Feel enthält bewusst keine klinischen Diagnose-Instrumente, das ist nicht sein Zweck.

InnerPulse integriert vier validierte Selbsttests direkt im UI: PHQ-9 für Depression, GAD-7 für Angst, K10 für allgemeine psychische Belastung und PHQ-4 als Schnellcheck. Diese Tests produzieren Werte, die in der Sprache klinischer Schwellen formuliert sind, die deine Ärztin oder Therapeutin ohnehin nutzt. Ein 3-Stufen-Flag-System ordnet die Ergebnisse ein, und bei akuter Belastung blendet die App Krisen-Kontakte für die DACH-Region ein (AT 142, CH 143, DE 0800-Nummern).

Wichtig und ausdrücklich: Das ist Selbsteinschätzung und Beobachtung, keine Diagnose. Kein Mood Tracker ersetzt eine fachliche Abklärung. Was InnerPulse leistet, ist strukturierte Evidenz, die du in ein Gespräch mitnehmen kannst, nicht ein Urteil über dich.

Der "Wann zählt welche App?"-Test

How We Feel zählt, wenn:

  • Du deinen Wortschatz für Gefühle erweitern willst und merkst, dass "gut" und "schlecht" nicht reichen.
  • Du eine kostenlose, werbefreie App mit seriöser fachlicher Grundlage suchst.
  • Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung im Moment dein Ziel sind, nicht Langzeit-Datenanalyse.
  • Du auch auf Android bist oder ein gemeinnütziges Projekt unterstützen willst.

InnerPulse zählt, wenn:

  • Du eine Diagnose hast oder vermutest (Depression, Angst, PMDS, bipolar, Burnout) und Symptome so tracken willst, wie dein Arzt sie sieht.
  • Du auf einen Therapieplatz wartest und der ersten Sitzung echte Daten mitbringen willst. Mehr dazu unter InnerPulse für die Therapie.
  • Du wissen willst, welche Faktoren deine Stimmung tatsächlich treiben, statt nur den Moment zu benennen.
  • Du eine Medikamenten-Einstellung mit objektiven Zahlen begleiten willst.
  • Dir Datenschutz so wichtig ist, dass "nichts verlässt mein Handy" zählt.

Datenschutz: eine feine, aber echte Nuance

Beide Apps meinen es ernst mit deinen Daten. Der Unterschied liegt in der Architektur.

How We Feel arbeitet mit einem Account und einer Cloud-Komponente, was für Sync über Geräte und für die Android-Version sinnvoll ist. Als gemeinnütziges Projekt ohne Werbung steht dahinter kein Daten-Geschäftsmodell, das ist ein wichtiger Vertrauenspunkt.

InnerPulse geht den radikal lokalen Weg: 100% on-device über SwiftData, kein Konto, keine eigene Cloud, keine Analytics- oder Tracking-SDKs. Du kannst mit Little Snitch oder einem HTTP-Proxy in Minuten prüfen, dass die App nichts sendet. Optional gibt es eine Face-ID/Touch-ID-Sperre. Der ehrliche Haken: Ohne iCloud-Backup oder manuellen Export ist nach Geräteverlust alles weg, denn es gibt keine Server-Kopie. Details unter Datenschutz bei InnerPulse.

Für klinisch relevantes oder medikamentenbezogenes Tracking ist local-only oft die richtige Antwort. Für andere ist Cloud-Sync den Komfort wert. Beides sind legitime Entscheidungen.

InnerPulse Insights mit Stimmungstrend und Korrelation zu Kontextfaktoren

Plattform und Alltag

How We Feel gibt es für iOS und Android, was es zur breiteren Option macht, wenn nicht alle in deinem Umfeld ein iPhone haben.

InnerPulse ist iOS-fokussiert und nutzt das Apple-Ökosystem voll aus: Apple Watch mit Schnell-Eintrag per Digital Crown, Sperrbildschirm- und Home-Screen-Widgets, Year-in-Pixels und optionale Anbindung an Apple Health und WeatherKit. Ein Eintrag dauert rund zehn Sekunden, verpasste Tage lassen sich nachtragen, und es gibt bewusst keine Streaks (Anti-Guilt-Prinzip: leicht zu öffnen, auch an schlechten Tagen).

Wo sich beide einig sind

Beide Apps:

  • Behandeln psychische Gesundheit ernst, nicht als Gamification-Spielwiese.
  • Verkaufen deine Daten nicht.
  • Sind ohne Werbedruck nutzbar.
  • Verstehen sich als Begleitung, nicht als Ersatz für fachliche Hilfe.

Verwandte Vergleiche

Wenn du eher von einer Casual-Rating-App kommst, lies InnerPulse vs Daylio. Wenn du schon Apples eingebautes "State of Mind" nutzt, ist InnerPulse vs Apple Health der passende Vergleich. Und wenn du Mood-Tracking konkret im ADHS-Kontext einsetzt, hilft InnerPulse bei ADHS weiter. Wie aus echten Logs Erkenntnisse werden, zeigen die Datenanalysen im InnerPulse-Blog.

Die ehrliche Antwort

Wenn dein Ziel ist, Gefühle genauer zu benennen und ein besseres Verhältnis zu deinen Emotionen im Moment aufzubauen: nimm How We Feel. Es ist kostenlos, fachlich fundiert, werbefrei und genau dafür gebaut. Es kostet dich nichts, es auszuprobieren, und für emotionale Granularität gibt es kaum eine bessere Wahl.

Wenn du es mit einer Diagnose, einer Therapie, einer Wartezeit oder einer Medikamenten-Einstellung zu tun hast und strukturierte Evidenz brauchst, die du in ein klinisches Gespräch mitnehmen kannst: nimm InnerPulse. Einmalig 4,99 €, on-device, mit PHQ-9/GAD-7/K10, Korrelations-Engine und Therapie-Export. Viele Menschen nutzen am Ende beides: How We Feel, um zu spüren, was gerade ist, und InnerPulse, um zu messen, wie es sich über Wochen entwickelt.

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