Der PHQ-9 (Patient Health Questionnaire-9) ist einer der weltweit am häufigsten eingesetzten Fragebögen, um die Schwere depressiver Symptome einzuschätzen. Neun kurze Fragen, jede bezieht sich auf die letzten zwei Wochen. Genau dieses Instrument liegt in vielen Hausarzt- und Therapiepraxen auf dem Tisch.
Der Test ersetzt keine Diagnose. Aber er gibt dir eine ehrliche Momentaufnahme und eine Sprache für das, was du gerade spürst. Und er zeigt, warum sich ein Wert erst dann richtig lesen lässt, wenn man ihn über die Zeit beobachtet.
Was dieser Test misst: Schweregrad depressiver Symptome in den letzten zwei Wochen
Quelle: Kroenke, Spitzer & Williams (2001), J Gen Intern Med. Deutsche Validierung: Löwe et al. (2002).
So liest du dein Ergebnis
Der PHQ-9 summiert deine neun Antworten zu einem Wert zwischen 0 und 27. Je höher, desto ausgeprägter die Symptome in den letzten zwei Wochen. Die etablierten Schwellen sind: 0–4 minimal, 5–9 leicht, 10–14 mittel, 15–19 mittel bis schwer, 20–27 schwer. Ab etwa 10 Punkten empfehlen Leitlinien, das Thema mit einer Fachperson zu besprechen.
Wichtig: Ein hoher Wert ist keine Diagnose, und ein niedriger Wert ist keine Garantie. Der PHQ-9 misst Symptome, nicht ihre Ursache. Eine schlechte Schlafphase, ein Infekt oder akuter Stress können den Wert nach oben treiben, ohne dass eine Depression dahintersteckt.
Warum ein einzelner Wert wenig sagt
Stimmung schwankt. Wer den PHQ-9 an einem schweren Tag ausfüllt, bekommt einen anderen Wert als zwei Wochen später. Genau deshalb ist die spannende Information nicht der einzelne Punktwert, sondern die Richtung: Wird es über die Wochen besser, schlechter oder bleibt es gleich? Geht der Wert hoch, wenn du schlecht schläfst, und runter, wenn du dich bewegst?
Das ist der Punkt, an dem ein Selbsttest auf einer Website endet und ein Werkzeug wie InnerPulse anfängt. In der App machst du denselben PHQ-9 regelmäßig, siehst den Verlauf als Kurve und kannst ihn neben deine Einflussfaktoren legen – Schlaf, Sport, Medikamente, Menschen, Wetter. Aus einer Zahl wird ein Muster.
Item 9: ehrlich über das Thema Sicherheit
Die letzte Frage des PHQ-9 fragt nach Gedanken, lieber tot zu sein oder sich Leid zuzufügen. Wenn du diese Frage mit mehr als „überhaupt nicht“ beantwortest, blendet der Test direkt Anlaufstellen ein. Das ist kein Alarm, sondern ein Angebot: Du musst mit solchen Gedanken nicht allein bleiben. Hilfe ist kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr erreichbar.
Komplett anonym
Dieser Test läuft vollständig in deinem Browser. Deine Antworten werden nicht gespeichert, nicht gesendet und nicht ausgewertet – es gibt kein Konto, kein Tracking, keine Datenbank im Hintergrund. Wenn du die Seite schließt, ist der Test weg. Wenn du deine Werte behalten und vergleichen willst, geht das in InnerPulse, wo die Daten dein Gerät ebenfalls nie verlassen. Mehr dazu auf der Seite zu privatem, offlinem Tracking.
Die anderen Tests
Depression und Angst treten häufig zusammen auf. Wenn dich dein PHQ-9-Ergebnis nachdenklich macht, ergänzt der GAD-7 Angst-Test das Bild. Für einen schnellen Rundumblick in unter einer Minute gibt es den PHQ-4 Kurz-Check, und für die allgemeine psychische Belastung den K10-Test.
FAQ
Ist der PHQ-9 eine Diagnose?
Nein. Der PHQ-9 ist ein Screening-Fragebogen zur Selbsteinschätzung. Er kann auf depressive Symptome hinweisen, aber nur eine Ärztin oder ein Therapeut kann eine Diagnose stellen. Nimm dein Ergebnis als Anlass für ein Gespräch, nicht als Etikett.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Der Test läuft komplett in deinem Browser. Es gibt kein Konto, kein Tracking und keine Übertragung an einen Server. Schließt du die Seite, sind die Antworten weg.
Wie oft sollte ich den Test machen?
Für eine Momentaufnahme reicht einmal. Aussagekräftig wird der PHQ-9 aber erst im Verlauf – viele Menschen wiederholen ihn alle ein bis zwei Wochen. Genau dafür ist InnerPulse gebaut.
Was bedeutet ein Wert über 10?
Ab etwa 10 Punkten spricht man von mindestens mittelgradigen Symptomen. Leitlinien empfehlen in diesem Bereich, das Thema mit einer Fachperson zu besprechen. Das ist eine Orientierung, keine feste Grenze.
Mit Daten statt mit Bauchgefühl
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